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Das Werk von MARC CHAGALL ist wie das eines jeden großen Künstlers eine Welt für sich, aber in seinem Falle ist die Sonderstellung inner halb der Kunst unseres Jahrhunderts ausgeprägter, als wir es sonst kennen.
Im Sommer 1922 verließ MARC CHAGALL Rußland und kam über Berlin nach Paris. Er hatte Berlin schon vorher kennengelernt. Das wichtigste an seinem Aufenthalt war für MARC CHAGALL, daß er dort in die Kunst des Radierens eingeführt wurde - jene Kunst, in der er einige seiner größten Werke schaffen sollte, so Illustrationen zu Gogols "Toten Seelen", zu La Fontaines "Tierfabeln" und zu den "Bibelzyklen".
Zweifellos bestimmte MARC CHAGALL in Paris die neue Kunst vor und nach dem 1. Weltkrieg entscheident mit, seine Wurzeln lagen jedoch außerhalb Frankreichs, in CHAGALLS Heimat, in der russisch-jüdischen Welt seiner Jugend.
Seine Bilder sind dem Betrachter nie fremd. Immer ist der kluge Esel schon da mit dem weit offenen Auge, der Hahn, der Fisch oder die Kuh. Jemand spielt Cello oder streicht über die Saiten einer schrägen Fiedel - selbstverständlich über den Dächern des Dorfes und über den Dächern der Welt, als Traumtänzer zum eigenen, eben erst komponierten Lied.
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