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Was die Dinge in den Werken von János Miklós Kádár anbetrifft, die in Worte gefasst werden können, besteht gar kein Zweifel, dass sie traditionelle Zusammenhänge in sich tragen. Sie beschreiben bekannte oder weniger bekannte Ereignisse, aber auch andere gedankliche Schichten stecken in ihnen, die vom Intellekt des Betrachters abhängig zum Ausdruck kommen. Das Bild wiederum ist prima vista harmonisch, auf den zweiten Blick würzig raffiniert, in seiner Komposition traditionsbehaftet, wobei seine Proportionen ungewöhnlich erscheinen. Seinen Figuren kann man schon eine philosophische Vertiefung unterstellen, aber so, wie Hofnarren Weisheit zugeschrieben wird. Zwar sind diese Figuren zweifelsohne Menschen, aber sie fügen sich wegen ihrer sonderbaren Dimensionen, Bewegungen oder Statik, organisch in ihr natürliches Umfeld ein, genau so wie die Bilder selbst mit ihren landschaftlichen Details, floralen Motiven, sogar architektonischen Einzelheiten an und für sich anthropomorph sind, keine ausgekühlten sachlichen Gegenstände. Der Zwerg, dieses Fabelwesen von J. M. Kádár, der närrische Weise, ist heute immer noch in allen seinen Werken gegenwärtig - vor allem aber in seinem Geist, umgedeutet zu einer anderen Gestalt, aber immer gut greifbar.
Giorgio S. Avari 1997.
János Miklós Kádár befindet sich auf dem Weg zum romantischen Surrealismus. Was ihn dort interessiert, das sind die allgemeingültigen Wahrheiten, die Zusammenhänge der Dinge, vor allem aber das Verhältnis der Emotionen, der imaginären Dinge zueinander. Seine Figuren - Menschen oder umgedeutete Tiergestalten - sind gleichwohl Reflexionen einer eigentümlichen Welt. Seine markanten Töne und seine eigenwillige Farbskala, sie charakterisieren seine wohlabgewogenen Landschaftsbilder auch, sind Revalationen einer Intuition, welche der reinen Magie befähigt, ihre Atmosphäre zu entfalten. Das Publikum konnte die Werke von J. M. Kádár des Öfteren sehen, in Ungarn, Österreich, Italien, der Schweiz, Japan, Argentinien, Deutschland und anderswo, zusammen mit den Kunstkritikern und Kunstsammlern.
Mauro Donini
La Tribuna (Bologna) 30. Januar 1999 |
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